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[09.02.2012] Schülerin der Fachrichtung Ergotherapie absolvierte Praktikumsabschnitt in den USA 
erschienen : Mitteldeutsche Zeitung - Ausgabe Zeitz 

Mal schnell nach New Mexico

Praktikum Die Weißenfelserin Romy Braun lernt bei der MBA Berufsakademie ín Zeitz Ergotherapeutin. Ihr Praktikum absolvierte sie in den USA.

Die Weißenfelserin Romy Braun ist nach einem Praktikum in den USA wieder zurück in der Ausbildung an der MBA Berufsakademie in Zeitz. (FOTO:HARTMUT KRIMMERX)
 
ZEITZ/MZ. Wo liegt eigentlich Alamogordo? Romy Braun weiß es ganz genau. Und nicht nur das, sie kennt sich in der Stadt in New Mexico, USA, mittlerweile auch ziemlich gut aus. Die Weißenfelserin, die in Zeitz an der MBA Medizinische Berufsakademie zur Ergotherapeutin ausgebildet wird, hat gerade ein Praktikum beendet - in Alamogordo.

Genau genommen begann alles damit, dass sich die heute 28-Jährige beruflich umorientieren wollte. "Ich habe Versicherungskauffrau gelernt, aber gemerkt, dass ich lieber etwas anderes machen wollte, mit Menschen arbeiten", meint sie. So kam sie 2010 zur MBA. "Ich hatte mich informiert, und das war genau das, was ich wollte", meint sie, "vom ersten Tag an war mir klar: Das passt." Ergotherapie bedeutet soviel wie: Gesundung durch Handeln und Arbeiten und hilft Menschen dabei, eine durch Krankheit, Verletzung oder Behinderung verlorengegangene oder noch nicht vorhandene Fähigkeit im Alltagsleben (wieder) zu erreichen. Eine anspruchsvolle therapeutische Aufgabe, der sich Romy Braun da stellte. Und diese Entscheidung hat sie bislang keinen Moment bereut. Nicht nur, weil die Ausbildung optimal ist, sondern weil sie auch volle Unterstützung erhielt, als sie ihr Praktikum gern ein bisschen weiter weg als üblich absolvieren wollte. Die dreimonatige Praxiszeit in den USA - das war auch für die MBA ein Novum. "Ich habe gefragt, ob es möglich ist und alle bis hin zur Geschäftsführerin Frau Braune haben mich sofort unterstützt", erzählt sie, "schließlich war es ja auch sehr kurzfristig." Als sie im Urlaub in den Staaten war, kam ihr die Idee, das Praktikum vielleicht im Zia Therapy Center in Alamogordo zu absolvieren. Um nach der erfolgreichen Bewerbung alles zu managen, so auch alle nötigen Übersetzungen, zum Beispiel des Führungszeugnisses, blieben gerade einmal drei Monate Zeit.

Im Oktober begann das Abenteuer. Romy Braun arbeitete im Therapiezentrum in Alamogordo mit Kindern im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren. "Die ersten drei Wochen waren sprachlich schon schwierig", sagt sie, "aber die Fachbegriffe waren gleich." Und die Sprache hat sie natürlich im Alltag gut gelernt. Umso mehr, als sie nach der Kindergruppe am Morgen mit einer anderen Ergotherapeutin auch noch Hausbesuche gemacht hat und in Schulen und Kinderkrippen war, um dort Therapien durchzuführen. Deutsch sprechen konnte sie aber auch: Es waren auch deutsche Kinder dabei, aus den Familien deutscher Soldaten, die auf der dortigen Air Force Base stationiert sind. "Ich hatte auch eine deutsche Kollegin, das hat es erleichtert."

Eine andere Sprache, eine andere Mentalität, "ein ganz anderes Völkchen", wie sie es nennt, und doch die gute Erfahrung: Die Therapie ist dieselbe. Das sei schon eine spannende Frage gewesen, meint sie im Nachhinein. Und das tut ihr natürlich gut: Sie erreicht mit ihrer Ausbildung das, was in den USA studiert werden muss. "Und die Ausbildung, die ich hier absolviere, ist weltweit anerkannt", so Romy Braun. Außerdem findet sie es viel besser, dass zur Ausbildung auch verschiedene Praktika gehören. Da könne man schließlich schon Erfahrungen sammeln, schon mal schauen, ob es funktioniere. In den USA komme man vom theoretischen Studium und beginne zu arbeiten.

Mit dem, was Romy Braun in ihrem Praktikum vorlegte, überzeugte sie auch die Kollegen im Alamogordo. Nicht nur, dass die sie kaum gehen lassen wollten und es einen tränenreichen Abschied gab. "Meine Chefin hat mich gefragt, ob ich nicht bleiben möchte und im Zentrum fest mitarbeiten will", so Romy Braun. Viel mehr Lob geht wohl kaum. Und sicher weiß die Weißenfelserin das auch zu schätzen. Aber ihr Leben und ihren Arbeitsalltag stellt sie sich, zwar nicht unbedingt in Weißenfels oder Zeitz, aber doch in der Region vor. Das Praktikum war aber ein wichtiger Schritt ins Berufsleben, eine praktische Übung, die sie anderen Schülern nur empfehlen kann. "Es war eine wichtige Erfahrung, nicht nur für die Ausbildung, ich habe viel über mich gelernt."

  




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