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[01.07.2014] Jüdisches Museum Berlin gastiert in der Freien Schule mit Ausstellung und Workshop 
erschienen : Naumburger Tageblatt 

Vieles über Schicksale erfahren

Jüdisches Museum Berlin gastiert an der Freien Schule mit Ausstellung und Workshop.

VON HARALD BOLTZE

NAUMBURG - Das Thema Holocaust nimmt an der Freien Schule im Burgenland in Naumburg seit je her eine wichtige Rolle ein. Aller zwei Jahre wird unter anderem eine Fahrt nach Auschwitz organisiert, die zuvor natürlich ausgiebig und umfassend im Unterricht vorbereitet wird. Dass sich jüdische Geschichte und jüdisches Leben aber nicht auf den Holocaust reduzieren lässt, bekamen die Acht- und Neuntklässler der Sekundarschule dieser Tage durch Mitarbeiter des Jüdischen Museums Berlin vermittelt. Mit ihrem "Mobilen Museum on tour" machten sie Station in fünf Orten in Sachsen-Anhalt. Neben Naumburg unter anderem auch in Laucha am Gymnasium.

Eine Ausstellung mit zwölf Vitrinen, die in Sitzwürfeln untergebracht sind, sowie ein i-Pad-Workshop wurden den Naumburger Jugendlichen geboten. Klar, dass da weniger schnöde Jahreszahlen und Fakten im Vordergrund standen. Nein, multimedial bekamen die Schüler die Biografien und Schicksale jüdischer Bürger, unter anderem auch in der Nachkriegszeit zu Gesicht. Zum besseren Verständnis wurden die Jungen und Mädchen von den Museumsmitarbeitern einbezogen und gefordert. So galt es, kleine Referate, etwa über den Erfinder der Jeans, Levi Strauss, zu halten. Auch das schauspielerische Können war gefragt. Unter anderem stellte eine Schülerinnengruppe der Freien Schule eine Familienszene dar, die die Situation eines adoptierten jüdischen Waisenkindes nach dem Krieg veranschaulichen sollte. Moderne pädagogische Vermittlungsarbeit, die auch Schulleiterin Kathrin Wahlbuhl-Nitsche gefiel. "Wir sind froh, dass wir nach einer ersten erfolglosen Bewerbung nun das Jüdische Museum zu Gast haben", sagte sie. Ihre Schüler dankten es mit Interesse und Aufmerksamkeit, was von den Museumsmitarbeitern ausdrücklich gelobt wurde. Erstmals, so war zu erfahren, wird in der Ausstellung auch das Leben und Wirken jüdischer Frauen stärker thematisiert. Das Museum in Berlin wurde im Jahr 2001 eröffnet und ist das größte jüdische Museum Europas.

Jüdisches Museum zu Gast in der Freien Schule im Burgenland

In vier robusten Würfeln waren in der Ausstellung zwölf Vitrinen mit Texten, Karten sowie Fotografien untergebracht

Jüdisches Museum zu Gast in der Freien Schule im Burgenland

In dem Workshop des Jüdischen Museums führten die Schüler kleine Stücke auf, und sie bekamen zudem ihre Namen ins Hebräische übersetzt
FOTOS: TORSTEN BIEL 

  




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