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[19.02.2015] Informationen aus erster Hand - Projektwoche der Freien Schule befasst sich mit Flüchtlingen 
erschienen : Naumburger Tageblatt 

Informationen aus erster Hand

Projektwoche der Freien Schule befasst sich mit Flüchtlingen.

NAUMBURG/HBO- Wie definiert sich der Begriff "Flüchtling", wie ergeht es diesen Menschen, wenn sie in ein für sie fremdes Land kommen und schließlich: Wie würde man sich wohl selbst als Flüchtling fühlen? Was wäre einem wichtig? Was würde man mitnehmen?

Ethikleherin Susan Kirstein spricht mit den Siebklässlern der Freien Schule im Burgenlandkreis über das Leben von Flüchtlingen. (FOTO: TORSTEN BIEL)

Diese und weitere Fragen rund um das Thema "Flüchtlinge" diskutieren die Siebtklässler der Freien Schule im Burgenlandkreis derzeit in einer Projektwoche. Mit Unterstützung der Integrationsbeauftragten des Burgenlandkreises, Katrin Firmthaler-Ködel, sowie dem Jugendzentrum "Otto" haben vier Pädagogen der Naumburger Schule, Lisa Reifarth, Melanie Ernst, Doreen Skupin und Susan Kirstein, für die Schüler ein abwechslungsreiches Programm gestaltet. Dabei erhielten diese sogar Informationen aus erster Hand. So erzählte eine Naumburgerin, die aus Syrien stammt, wie sie vor 15 Jahren in Richtung Deutschland flüchtete.

"Zudem haben wir den Schülern mittels einer Fotoserie gezeigt, wie manche Unterkünfte aussehen. Das hat sie sehr betroffen gemacht", erzählt Klassenlehrerin Lisa Reifarth. Aus dieser Betroffenheit heraus durften die Schüler in Gruppenarbeit Vorschläge machen, wie man das Leben dieser Menschen erleichtern könnte. Schnell füllte sich die dafür vorgesehene Tafel: "Unterkünfte in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten", "kostenlose Sprachkurse", "ordentlich eingerichtete Wohnungen", "bunt gestrichene, freundliche Unterkünfte", "kostenlose Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel", "schnelleres Asylverfahren", "ausreichend ärztliche Versorgung" lauteten einige der Vorschläge, mit denen die Siebtklässler auch einiges an Großzügigkeit zeigten. Am heutigen Donnerstag werden die Mädchen und Jungen nun ein Toleranztraining absolvieren und dabei zunächst einmal testen, wie es in Ausnahmesituationen um ihre eigene Toleranz gegenüber Fremden bestellt ist. Morgen steht zum Abschluss der Projektwoche ein interkulturelles Kochen auf dem Plan. Dazu haben die Lehrerinnen eine Kolumbianerin und eine Weißrussin in die Schule eingeladen.

  




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