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[25.11.2009] SPD-Fraktionsmitglieder informieren sich über die Lernbedingungen der Freien Schule im Burgenland  
erschienen : Naumburger Tageblatt 

Sozialverhalten wird getestet 

SPD-Fraktionsmitglieder im Naumburger Gemeinderat informieren sich über die Lernbedingen und weitere Angebote für die Schüler.

VON HELGA HEILIG

NAUMBURG - In der nächsten Woche wird die Entscheidung fallen, welche von insgesamt 110 Bewerbern ab dem kommenden Schuljahr an der Freien Sekundarschule im Burgenland mit Sitz in Naumburg lernen werden. Insgesamt 44 Schülerinnen und Schüler können nur aufgenommen werden. Das erklärte die Geschäftsführerin MBA Medizinische Berufsakademie, Dr. Birgit Braune, den Stadträten der SPD-Fraktion im Naumburger Gemeinderat. Die Kommunalpolitiker informierten sich Montagabend in der Freien Sekundarschule eingehend über Lehrpläne, Lernbedingungen und Aktivitäten.

Die MBA ist Träger dieser Schule. Rede und Antwort standen neben Dr. Braune auch MBA-Geschäftsführer Klaus Mischke und Schulleiterin Dr. Kathrin Wahlbuhl-Nitsche. Nicht die Zensuren in den einzelnen Fächern seien entscheidend, um in die Freie Schule aufgenommen zu werden, betonte Dr. Braune. "Wir sehen uns die Kopfnoten näher an, testen das Sozialverhalten und wollen wissen, ob das Elternhaus unser Konzept mitträgt", setzte sie hinzu. Auf die Frage nach dem Schulgeld, das hier fällig wird (110 Euro im Monat) erklärte Mischke, dass die freien Schulen im Land Sachsen-Anhalt im Vergleich zu den staatlichen unterfinanziert sind. Um sein Argument zu untermauern, wartete er mit entsprechenden Zahlen auf. Anno 2007 kostete ein Schüler an einer staatlichen Schule nach offiziellen Angaben 6 700 Euro pro Jahr. Der Freie Schule Naumburg hatte dagegen nur ein Etat von 4 008 Euro pro Schüler. "Das ist der Grund, warum wir Schulgeld nehmen müssen". so Mischke. Trotz Schulgeld stünden immer noch 364 000 Euro weniger im Jahr zur Verfügung als für eine staatliche Schule. Auf die Frage, wie diese Differenz ausgeglichen werden könne, sagte Mischke: "Wir sind besser, schneller und haben keine aufgeblähte Verwaltung." Zudem lägen die Gehälter der Lehrer "etwas unter dem Tariflohn". Beeindruckt zeigten sich die SPD-Stadträte nach dem Vortrag von Schulleiterin Dr. Wahlbuhl-Nitsche vom Schulkonzept (wir berichteten). SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Sander lobte, dass die Kinder hier neben der englischen Sprache auch Französisch vermittelt bekommen.

Neben allem Positiven gibt es auch Probleme. Mischke erläuterte, dass die Schule bislang noch keinen Bescheid erhalten habe, ob sie Mittel aus dem Konjunkturpaket II erhält. Dringende Arbeiten am Schulgebäude stehen an. Das Dach und die Heizung sowie die Fenster müssen erneuert werden, auch um die Betriebskosten senken zu können.

  




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