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[11.01.2019] Zehntklässler der Freien Schule Jan Hus nehmen erfolgreich Bauhaus-Wettbewerb teil 
erschienen : Naumburger Tageblatt 

Erfolg mit Täuschungen

In Magdeburg ausgezeichnet: Nils Paisdzior (hinten, v.l.), Anna-Lena Barz, Hanna Donat, Lehrer Ronny Schulz, Anna Sophie Bornschein und Sophie Annabell Seidel. (Veranstalter)

Optische Täuschung: angefertigt von der Naumburger Schülerin Sophie Seidel. (Veranstalter)

VON HARALD BOLTZE

NAUMBURG - Wie bekommt man die Schüler von zwei 10. Klassen dazu, sich für das Bauhaus zu interessieren? Nun, Ronny Schulz, Lehrer in Naumburg an der Freien Schule im Burgenland, Jan Hus, wählte dafür das Thema „Optische Täuschungen". Denn mit Heinrich Neuy hatte ein bekannter Vertreter dieser Sparte in Dessau am Bauhaus studiert. Und Ronny Schulz wurde belohnt: „Nachdem die Schüler etwas schwer ins Thema reingekommen sind, waren sie am Ende kaum zu bremsen und wollten sich gegenseitig übertreffen", erinnert sich der Kunst- und Techniklehrer.

Unter der Vorgabe, nur maximal zwei Farben zu verwenden, entstanden in 16 Unterrichtsstunden dank Tusche, Bleistift und Fineliner 46 Schülerarbeiten. Zuvor hatte man sich in intensiver Recherche experimentell an das Thema herangearbeitet.

Ein Ziel hatten die Schüler schon vorher vor Augen. Es war zugleich Anlass, sich überhaupt so stark mit dem Thema beschäftigen. „Der Architekt Matthias Tränkner hatte uns im Herbst drauf aufmerksam gemacht, dass aus Anlass des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus ein Schülerwettbewerb von der Architektenkammer Sachsen-Anhalt ausgelobt worden ist", erzählt Schulleiterin Kathrin Wahlbuhl-Nitsche.

Von den 46 Schülerarbeiten wählte Lehrer Ronny Schulz die besten sieben aus und reichte sie für den Wettbewerb ein. Die gute Nachricht erreichte die Schule dann kurz vor Weihnachten. „Uns wurde mitgeteilt, dass wir in die engere Auswahl aufgenommen wurden und zur Preisverleihung in die Magdeburger Johanniskirche eingeladen sind", so Wahlbuhl-Nitsche.

Also machte sich Ronny Schulze mit den fünf Schülern, die die Arbeiten erschaffen hatten (zwei waren erkrankt), am vergangenen Montag auf in die Landeshauptstadt. „Zunächst haben wir dort das Hundertwasser-Haus besucht und uns mit Friedensreich Hundertwasser beschäftigt, ehe es dann zur Preisverleihung ging", so Schulz. Als dann die Ehrung für die Klasse acht bis zehn anstand, war die Anspannung groß, kurz darauf aber auch die Freude. Immerhin konnte man hinter den drei ersten Plätzen einen Anerkennungspreis von 300 Euro einfahren und das gegen starke Konkurrenz vom Kunst-spezifischen Giebichenstein-Gymnasium aus Halle. Die Auszeichnung der Preisträger erfolgte durch den Schirmherrn des Wettbewerbs, Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, sowie den Präsidenten der Architektenkamme, Axel Teichert. Von beiden gab es großes Lob für die eingereichten Arbeiten. Die Preisträger-Arbeiten werden nun auf der Landes-Bau-Ausstellung in Magdeburg und der SaaleBau in Halle ausgestellt. „Und was uns besonders freut: Die Schautafeln, die durch die Arbeiten unserer Schüler entstanden sind, werden auch im September zum großen Jubiläumsfestakt des Bauhauses in Berlin zu sehen sein", so Wahlbuhl-Nitsche.

  




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